ING.-BÜRO A. FRANCK
... steht für Rechner gesteuerte automatisierte Logistikanlagen

Philosophie
Eine kurze Beschreibung unserer Tätigkeiten ist schwierig, weil das, was wir vor 40 Jahren gemacht haben, immer noch das Fundament unserer Leistungen ist. Eigentlich haben sich „nur“ Akzente verschoben und zusätzliche Instrumente sind dazu gekommen.

Phase 1: Unser Fundament – Der integrierte Ansatz
Unsere Tätigkeitsfelder sind logistische Anlagen. Das sind z.B. Hochregallager, Kommissionier- und Versandanlagen, Förder- und Sortieranlagen – immer automatisiert und Rechner gesteuert. Warum beschränken wir uns auf dieses Segment der logistischen Anlagen? Logo, Anspruch und Erfahrungen beziehen sich auf die Integration von Anlagentechnik und Steuerungs-Systemen. Diese können weitaus mehr als reine Materialfluss-Steuerung oder Steuerung der Ein- und Auslagerungen im Hochregallager. Funktionen mit realem Mehrwert sind z.B. Permanente Inventur, Hochregallager als „Quarantänestation“ im Sinne der Sicherung gegen unzulässige Zugriffe, in das Hochregallager integriertes Konsignationslager, Dokumentation der Materialbewegungen und Lagervorgänge als Voraussetzung für Chargenverfolgung und Chargenverwendungsnachweis, Ressourcenplanung, Ressourcensteuerung u.a. Ein Generalthema ist der effiziente und sparsame Umgang mit Ressourcen.

Phase 2: Von der Produktions- zur Logistikorientierten Wertschöpfung
Fa. HERA in Enger begleiten wir seit 17 Jahren. 1999 – weit bevor Logistik als Teil der Unternehmens-Strategie modern wurde – erkannte HERA die Notwenigkeit einer Neuausrichtung. Der Geschäftsführer kreierte die Strategie „Wandel von der Produktions- zur Logistik-orientierten Wertschöpfung“. Module in zunehmender Herstellungs-Tiefe werden aus Fernost bezogen. An die Stelle der eigenen Produktion treten spezialisierte Unternehmen, die sog. „verlängerten Werkbänke“. Die Integration der Lieferungen aus Fernost, die Belieferung der „verlängerten Werkbänke“, das Timing der Zwischenprodukte in der Fertigung sowie die „Just-In-Time“ Belieferung des Kunden stellen besondere logistische Herausforderungen dar: Alle Lieferungen der Vor- und Zwischenprodukte werden im Logistik-Zentrum zwischengepuffert. In den Wareneingang ist eine straffe Qualitätsprüfung entweder direkt oder über Musterentnahmen integriert.
Das zentral gesteuerte Material-Handling erfordert die rationelle Gestaltung des Materialflusses sowie des begleitenden Informationsflusses – von der Beschaffung der Vormaterialien über die Herstellung der Zwischenprodukte bis zur Lieferung der Fertigwaren an die Kunden.HERA heute: Seit dem Anlauf des Logistik-Zentrums im Jahr 2001 hat sich Einiges geändert. Die durchschnittliche Zahl der Positionen pro Auftrag sank von 28 auf 3,5. Die Unterscheidung von „klassischem“ Geschäft und „Online Shop“ existiert faktisch nicht mehr. Was heute bis 13:00 /16: 00 Uhr bestellt wird, wird morgen nicht mehr wie früher in das Lager des Kunden, sondern direkt auf die Baustelle oder an den Ort des Einbaus geliefert. Die Zahl der Aufträge hat sich vervielfacht, schwankt jedoch erheblich von Tag zu Tag.

HERA zeigt die Dimension der Herausforderungen, vor denen selbst mittelständische Firmen stehen. Wir haben uns diesen Herausforderungen in zahlreichen Projekten gestellt und sie erfolgreich gemeistert.

Phase 3: Die Sicht der Beteiligten
Jede logistische Anlage wird unter mehreren, häufig 2 unterschiedliche Sichtweisen errichtet:

1.  Der Generalunternehmer stülpt seine in vielen Projekten entwickelte fertig logistische Lösung in Form einer     modifizierten Anlage der Auftragsabwicklung des Betreibers über. Das spart ihm Entwicklungsarbeit und natürlich Risiko.
2. Der Betreiber erwartet die Gestaltung der Anlage nach seinen Wünschen und Gedanken. Er möchte keine Kompromisse eingehen, vor allem wenn es um effizientes Arbeiten und sparsamen Ressourcenverbrauch geht. Aber die Anlage soll siach auch flexibel an andere Auftragsstrukturen und –mengen anpassen – mit niedrigem Aufwand natürlich.

Unsere Aufgabe verstehen wir so, dass wir diese unterschiedlichen Sichtweisen darlegen und transparent machen. Denn nur wenn Betreiber und Generalunternehmen ein gemeinsames Verständnis über die technische Ausführung  deren Verfügbarkeit und Leistung und den späteren Betrieb der Anlage haben, wird das Projekt für die Beteiligten zufriedenstellend verlaufen und die Anlage über lange Jahre problemlos Dienst tun.

Phase 4: Erfahrungen aus der Tätigkeit des Sachverständigen
Die folgenden Erfahrungen sind zwar personalisiert. Diese – insbesondere die negativen –  flossen jedoch immer in das Hintergrund-Spektrum unserer Tätigkeiten ein.

Seit 20 Jahren, davon 15 Jahre Öffentlich bestellt und vereidigt, begleite ich die Entstehung, das Re-Engineering oder komplexe Streitigkeiten auf verschiedenen Ebenen als Sachverständiger für Rechner gesteuerte Förder-, Lager- und Verteilsysteme. In etwa 100 Anlagen, davon ca. 40 Groß- und Hochleistungs-Anlagen, wurde ich wegen vorliegender Mängel, Leistungs-Defizite und Streitigkeiten aufgrund unterschiedlicher Vertrags-Interpretationen, in 15 Anlagen neutral bei Prüfungen zur Abnahme eingeschaltet. Hinzu kommen noch Anlagen mit nicht aufgegangenen Wirtschaftlichkeits-Rechnungen, die aber nach Feststellung durch mich intern geregelt wurden (z.B. durch Entlassung des Projekt-Verantwortlichen) sowie Gutachten für Gerichte.
Bei allen (X Mal unterstrichen, weil renommierte Vertrags-Anwälte beteiligt waren) vorgelegten Verträgen für Rechner gesteuerte Förder-, Lager- und Verteilsysteme gab es Unklarheiten und Interpretations-Spielräume in der Kette „Vertrag – Nachweis der Vertrags-Erfüllung (Abnahme) – Bestätigung der inhaltlichen Vertrags-Erfüllung (Mängelhaftung / Garantie)“.
Natürlich ist der „integrierte“ Ansatz komplex und kann ein Unternehmen überfordern, wenn es nicht systematisch in eine neue logistische Welt, in grundlegend geänderte „Philosophien“ und Abläufe geführt wird. Wenn aber Wettbewerber schneller, wirtschaftlicher und damit effizienter die Anforderungen des Marktes bedienen können, dann sind Alternativen gefragt, die es zu erkennen, zu analysieren und zielstrebig zu realisieren gilt.
Aber: Nicht die absolute technische logistische Lösung ist für die weitere Entwicklung Ihres Unternehmens maßgeblich. Die Unternehmen haben „die Nase vorn“, die die Balance zwischen Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit finden.
Unsere Erfahrungen helfen Ihnen dabei. Sie finden auf unseren Internet-Seiten Anregungen für Ihren Weg in Ihre logistische Zukunft erkennen.

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